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  • 28.08.2020, Nebia Poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    8. Berner Literaturfest – «Die besondere Reise nach weit, weit weg», ein Schulhausroman der Klasse 3E OS Rittermatte

    Datum:

    28.08.2020

    Ort:

    Nebia Poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    17.30

    Beginn:

    18.00

    Felix und Aisha gehen in Biel zur Schule. Sie kennen sich kaum, aber etwas verbindet sie: Bei beiden gibt es zuhause Probleme. Aishas Mutter hat Depressionen, sodass Aisha für ihre kleine Schwester die Mutterrolle übernehmen muss. Und Felix‘ Vater wird immer wieder gewalttätig. Als sie sich kennenlernen, wird ein Wunsch immer stärker: zusammen abhauen! Im Schullager im Jura ist es dann soweit. Ab durch die Mitte, kreuz und quer durch den Jura... Womöglich bis nach Frankreich! Wird ihnen die Flucht gelingen?

    Bieler Jugendliche der Oberstufe Rittermatte (Lehrerin: Julia Meyer) haben sich von Robert Walsers Eisenbahngeschichten und Grimms «Hänsel und Gretel» zu einer Fluchtgeschichte inspirieren lassen, frei nach dem Motto: Wo ein Zug ist, ist auch ein Weg... Gecoacht wurden sie bei der Schreibarbeit von einem literarischen Lötschberg- Grenzgänger, dem in Biel lebenden Walliser Autor Rolf Hermann.
    Der Bieler Schulhausroman ist Station 1 eines überregionalen Schreibprojekts mit den Haltestellen Delémont, Porrentruy, Morvillars und Endbahnhof Belfort. An all diesen Orten werden Jugendliche je einen Schulhausroman bzw. Roman d’école schreiben, der auch im Arc jurassien spielt. Betreut werden die Projekte von den Autor/innen Elisa Dusapin, Thomas Flahaut, Marie Houriet und Thomas Sandoz.

    Schulhausromane sind kollektive Erzählungen, die an Oberstufen entstehen. Geschrieben werden sie im Regelunterricht im Laufe einer mehrmonatigen Zusammenarbeit der jeweiligen Klasse mit einer Schriftstellerin oder eine Schriftsteller. Das Projekt wurde 2005 von Richard Reich und Gerda Wurzenberger in Zürich gegründet. Seit 2010 gibt es den «Roman d’école», seit 2017 ist das Projekt, mit Unterstützung des Bundesamts für Kultur (BAK), viersprachig. Weitere Projektstandorte gibt es in Deutschland und Österreich, jeweils in Kooperation mit den Literaturhäusern von Hamburg, Bremen, Niederösterreich, Vorarlberg und Kärnten. Die Schulhausroman- Bibliothek umfasst inzwischen gegen 300 Werke, die gegen hundert Autorinnen und Autoren begleitet haben.

    «Die besondere Reise nach weit, weit weg» ist Schulhausroman Nr. 124 und bereits der 5. Bieler Schulhausroman. 

  • 30.11.2019, Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «50 Hertz» – eine musikalische Spoken-Word-Performance über Revolutionärinnen & andere Störenfriede

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:


    Beginn:

    20.00

    Schön ist, was stört: Das neue Werk von Fitzgerald & Rimini feiert Störenfriede und Störgeräusche, eine Harmonie der schönen Plagegeister – es rauscht, knarrt und pfeift in einmütig unangepasster Euphonie. Ein Hoch auf die Behelligung!

    Das 50-Hertz-Brummen des europäischen Stromnetzes bildet die Basis für eine Musik des scheinbar Missfallenden, für die Schönheit der Störung im Ohr. Und ebenso verhält es sich mit den Figuren auf dem neuen Album: Wild-West-Heldin Calamity Jane; Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im Weltraum; Auguste Wenzel, einer Märzgefallenen in Berlin 1848; Fräulein Rottenmeier, der Gouvernante aus dem Heidi-Roman oder dem Sexroboter Harmony. Ihnen setzen Fitzgerald & Rimini in hörspielartigen Monumentalminiaturen musikalisch-literarische Denkmäler, um gleich darauf wieder an ihnen zu rütteln und sie vom Sockel zu holen, denn Störung muss sein.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Fitzgerald & Rimini, das sind Ariane von Graffenried und Robert Aeberhard – ein Duo, das sich konsequent und kunstvoll auf der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance bewegt. Ariane von Graffenried, geboren 1978, ist Autorin und Spoken-Word-Performerin und lebt in Bern. Sie ist Mitglied der Autorengruppe «Bern ist überall», schreibt für die Bühne, fürs Radio, für Zeitungen und die Wissenschaft.

    Robert Aeberhard, geboren 1977, lebt und arbeitet als Musiker und Klangkünstler ebenfalls in Bern. Nebst live-Auftritten als Bassist mit Bands wie Trummer schreibt er Musik für Film und Fernsehen. «50 Hertz» (2019) ist das dritte gemeinsame Album.

  • 05.06.2019, Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Soirée Spoken Word bilingue

    Datum:

    05.06.2019

    Ort:

    Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    Boissier und Meister gehören beide zum mehrsprachigen Spoken-Word-Ensemble «Bern ist überall» und stehen immer wieder gemeinsam auf der Bühne. Nun erschienen in der edition spoken script zeitgleich ihre neuen Bücher.

    «Safari» von Laurence Boissier enthält gesammelte Spoken-Word-Texte und erscheint als zweisprachige Ausgabe in Französisch mit Berndeutscher Übersetzung. Gerhard Meisters Textsammlung «Mau öppis ohni Bombe» versammelt ebenfalls kürzere und längere Bühnentexte in Berndeutsch, die in den letzten Jahren entstanden sind.

    Der Blick für die Poesie des Alltäglichen und ein lakonischer, unaufdringlicher Humor verbindet die Texte von Gerhard Meister und Laurence Boissier – auf der Bühne lesen sie nebst ihren eigenen Texten auch die übersetzten Texte des anderen. Ein rundum zweisprachiger Spoken-Word-Abend!

    «Ja, u i ha no es paar gmacht vo dene Gümp u bi när so chli dagschtange u ha dr schwarz Himmu gseh u die blaui Chugele zmitts drin, d Ärde oder, u ha dänkt, warum nid Aschtronaut, es git sicher Schlimmers.»
    Gerhard Meister: Mau öppis ohni Bombe


    «Aujourdʼhui tout le monde a dix ans de moins. Dix ans de moins autour du Mont-Blanc. Dix ans de moins dans les aéroports. Dix ans de moins au cours de zumba. Si tu nʼas pas dix ans de moins, ça te fait tout de suite dix ans de plus.»
    Laurence Boissier: Safari

    Zu den AutorInnen: 

    Laurence Boissier: Geboren 1965, lebt als Autorin in Genf. Sie ist Mitglied des Spoken-Word-Kollektivs "Bern ist überall". 2011 erschien "Cahier des charges" bei éditions d'autre part. Ihre Bücher im Verlag art&fiction wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit einem Schweizer Literaturpreis für "Inventaire des lieux" und 2018 mit dem Prix des lecteurs de la Ville de Lausanne und dem Prix Pittard de l'Andelyn für "Rentrée des classes".

    Gerhard Meister: Geboren 1967 im Emmental, lebt als freier Autor in Zürich. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Spoken-Word-Texte. Als Mitglied des Spoken-Word-Ensembles «Bern ist überall» hat Meister vier CDs bei Menschenversand veröffentlicht. Von 1996 bis 2003 war er zusammen mit Andres Lutz als Bühnenduo «Geholten Stühle» unterwegs. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Salzburger Stier und Literaturpreise von Stadt und Kanton Bern.

  • 14.11.2018, Théâtre Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel, Schweiz

    Irena Brežná liest aus »Wie ich auf die Welt kam«

    Datum:

    14.11.2018

    Ort:

    Théâtre Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel, Schweiz

    Türöffnung:

    18.30

    Beginn:

    19.00

    »Denke, was du willst, aber sag es nicht.« Das mütterliche Verbot machte aus Irena Brežná eine Schreibende. Bis heute betrachtet die engagierte Autorin ihre Texte als ein »Aufbäumen gegen das Gebot des Schweigens und des Nichthandelns«.

    Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings flüchtete die Achtzehnjährige aus Bratislava in die Schweiz. Es war das Jahr 1968, für die junge Frau eine wichtige Weichenstellung. Im Exil fand sie bald Zuflucht in der neuen Sprache, entdeckte das kritische Denken. Die Teilnahme am öffentlichen Diskurs ließ sie sich fortan nie mehr verbieten, weder als Einwanderin noch als Frau. Vielmehr fand sie darin Identität und Haltung.

    Irena Brežná ist da zu Hause, wo sie schreiben kann. Davon zeugen die Essays und Reportagen in diesem Buch. Sie erzählen vom Roten Platz, wo der Dissident Viktor Fainberg sämtliche Zähne verlor, und von Friedrich Dürrenmatt, der so wohltuend kompromisslos war. Von der Männerwelt der russischen Mafia, tschetschenischen Friedensfrauen und dem Über- winden der Angst. Aber auch vom organisierten Widerstand gegen das Fällen einer Pappel in einem Basler Hinterhof.

    (Aus der Beschreibung des Rotpunktverlags)

  • 29.11.2019, Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «Quand vos nuits se morcellent» - une lettre à Ferdinand Hodler

    Datum:

    29.11.2019

    Ort:

    Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    In einem persönlichen Brief an den großen Maler Ferdinand Hodler erzählt Daniel de Roulet von der Faszination, die er für die Gemälde dieses Künstlers hat, insbesondere für die berühmten Bilder seiner sterbenden Geliebten Valentine.

    Hodler war bereits ein erfolgreicher Künstler, als er der Pariserin Valentine Godé-Darel begegnete. Sie stand ihm Modell, sie verliebten sich, bekamen ein Kind. Dann erkrankte Valentine an Krebs. In mehreren hundert Bildern, Skizzen und Zeichnungen hielt der Maler das Leiden und Sterben seiner Geliebten fest. Ein in der Kunstgeschichte einzigartiges Ereignis und ein berührendes Denkmal für Valentine.

    Die Begegnung und die leidenschaftliche Liebe zu Valentine wurden entscheidend für Hodler. Sie war es, die ihn inspirierte und beeinflusste, durch sie fand er zu seiner späten Freiheit und schuf ein Werk, das universelle Gültigkeit hat. In eleganten Sätzen verteidigt Daniel de Roulet diese Liebe ebenso, wie er für den Maler eintritt gegen politische Vereinnahmungen und plakative feministische Kritik.

    Zum Gespräch eingeladen haben wir nicht nur Daniel de Roulet, sondern auch die Übersetzerin und Schriftstellerin Barbara Traber, die den Roman unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen hat. In einer zweisprachigen Diskussion mit Maria Magnin, Doktorandin in neuerer deutscher Literatur an der Universität Lausanne, sprechen sie zusammen über das Erzählen vom Malen, über das Schreiben und Übersetzen.

    Informationen zu den Autor*innen:

    Daniel de Roulet, geboren 1944 in Genf, arbeitete als Architekt und Informatiker. Er ist Autor zahlreicher Romane. «Quand vos nuits se morcellent» (2018) ist sein Brief an Ferdinand Hodler, in dem er von seiner Faszination für die Werke dieses Malers erzählt, vor allem für die Bilder von Hodlers sterbender Geliebten Valentine Godé-Darel.

    Barbara Traber, geboren 1943 in Thun, ist freie Autorin und Übersetzerin. Sie hat den Roman de Roulets unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen. Neben mehreren Romanen hat sie auch Lyrik publiziert sowie zahlreiche Mundart-Anthologien herausgegeben.

  • 20.10.2019, Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne

    »Eine Kuh namens Manhattan« - das Trio Chäslädeli spielt auf zur Buchtaufe

    Datum:

    20.10.2019

    Ort:

    Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    17.30

    Beginn:

    18.00

    Die drei Verehrer des zähen Käsefadens schnetzeln ihre neuste Mischung ins Caquelon. Mit einem untrüglichen Gespür für die absurden Abgründe unseres Daseins erzählt der Ex-Schafhirt und Rindvieh-Melker Rolf Hermann seine haarsträubenden Geschichten, in denen die Kühe Manhattan und die Schafe Sarah Jessica heissen und ein müder Büroangestellter sich manchmal wünscht als Teppich wiedergeboren zu werden. Der Spiritus-Kollegium-Flüchtling und Mozzarella-Fantast Oli Hartung spielt und fiept mit schmelzendem Kiefer. Der Hobby-Jura-Kraxler und Pony-Senn Mathias Schenk jault und krault, bis jeder Kuh die Hörner im Looping wachsen.

    Hermann/Hartung/Schenk und ihr Chäslädeli wünschen allzeit: „Viel Knoblauch im Bauch!“

    Eine Co-Produktion von Lyceum-Club, Le Singe & die Literarische Biel

    Eintritt: 25 CHF  / 20 CHF

  • 26.09.2018, Farelhaus, Oberer Quai 12
    20.10.2019, Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne
    28.08.2020, Nebia Poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Bieler Buchvernissage FLÜCHTIGES ZUHAUSE von Rolf Hermann feat. Mathias Schenk

    Datum:

    26.09.2018

    Ort:

    Farelhaus, Oberer Quai 12

    Türöffnung:

    18.30

    Beginn:

    19.00

    Mit dem Erzählband FLÜCHTIGES ZUHAUSE blickt Rolf Hermann auf Kindheits- und Jugendjahre in einem Tal zurück, um das himmelhoch die Berge stehen. Mit Wärme und Feingespür, in einer bildstarken, präzisen Sprache entfaltet er die Lebenswelt dreier Generationen im Wandel der Zeit. Er erzählt von stillen Sehnsüchten und leisen Abschieden. Und von der Tätigkeit, die den Dingen und Menschen, die man liebt, Dauer verleiht: dem Schreiben.

    »Eine Kuh namens Manhattan« - das Trio Chäslädeli spielt auf zur Buchtaufe

    Datum:

    20.10.2019

    Ort:

    Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    17.30

    Beginn:

    18.00

    Die drei Verehrer des zähen Käsefadens schnetzeln ihre neuste Mischung ins Caquelon. Mit einem untrüglichen Gespür für die absurden Abgründe unseres Daseins erzählt der Ex-Schafhirt und Rindvieh-Melker Rolf Hermann seine haarsträubenden Geschichten, in denen die Kühe Manhattan und die Schafe Sarah Jessica heissen und ein müder Büroangestellter sich manchmal wünscht als Teppich wiedergeboren zu werden. Der Spiritus-Kollegium-Flüchtling und Mozzarella-Fantast Oli Hartung spielt und fiept mit schmelzendem Kiefer. Der Hobby-Jura-Kraxler und Pony-Senn Mathias Schenk jault und krault, bis jeder Kuh die Hörner im Looping wachsen.

    Hermann/Hartung/Schenk und ihr Chäslädeli wünschen allzeit: „Viel Knoblauch im Bauch!“

    Eine Co-Produktion von Lyceum-Club, Le Singe & die Literarische Biel

    Eintritt: 25 CHF  / 20 CHF

    8. Berner Literaturfest – «Die besondere Reise nach weit, weit weg», ein Schulhausroman der Klasse 3E OS Rittermatte

    Datum:

    28.08.2020

    Ort:

    Nebia Poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    17.30

    Beginn:

    18.00

    Felix und Aisha gehen in Biel zur Schule. Sie kennen sich kaum, aber etwas verbindet sie: Bei beiden gibt es zuhause Probleme. Aishas Mutter hat Depressionen, sodass Aisha für ihre kleine Schwester die Mutterrolle übernehmen muss. Und Felix‘ Vater wird immer wieder gewalttätig. Als sie sich kennenlernen, wird ein Wunsch immer stärker: zusammen abhauen! Im Schullager im Jura ist es dann soweit. Ab durch die Mitte, kreuz und quer durch den Jura... Womöglich bis nach Frankreich! Wird ihnen die Flucht gelingen?

    Bieler Jugendliche der Oberstufe Rittermatte (Lehrerin: Julia Meyer) haben sich von Robert Walsers Eisenbahngeschichten und Grimms «Hänsel und Gretel» zu einer Fluchtgeschichte inspirieren lassen, frei nach dem Motto: Wo ein Zug ist, ist auch ein Weg... Gecoacht wurden sie bei der Schreibarbeit von einem literarischen Lötschberg- Grenzgänger, dem in Biel lebenden Walliser Autor Rolf Hermann.
    Der Bieler Schulhausroman ist Station 1 eines überregionalen Schreibprojekts mit den Haltestellen Delémont, Porrentruy, Morvillars und Endbahnhof Belfort. An all diesen Orten werden Jugendliche je einen Schulhausroman bzw. Roman d’école schreiben, der auch im Arc jurassien spielt. Betreut werden die Projekte von den Autor/innen Elisa Dusapin, Thomas Flahaut, Marie Houriet und Thomas Sandoz.

    Schulhausromane sind kollektive Erzählungen, die an Oberstufen entstehen. Geschrieben werden sie im Regelunterricht im Laufe einer mehrmonatigen Zusammenarbeit der jeweiligen Klasse mit einer Schriftstellerin oder eine Schriftsteller. Das Projekt wurde 2005 von Richard Reich und Gerda Wurzenberger in Zürich gegründet. Seit 2010 gibt es den «Roman d’école», seit 2017 ist das Projekt, mit Unterstützung des Bundesamts für Kultur (BAK), viersprachig. Weitere Projektstandorte gibt es in Deutschland und Österreich, jeweils in Kooperation mit den Literaturhäusern von Hamburg, Bremen, Niederösterreich, Vorarlberg und Kärnten. Die Schulhausroman- Bibliothek umfasst inzwischen gegen 300 Werke, die gegen hundert Autorinnen und Autoren begleitet haben.

    «Die besondere Reise nach weit, weit weg» ist Schulhausroman Nr. 124 und bereits der 5. Bieler Schulhausroman. 

  • 24.08.2018, La Voirie, Brunngasse 1

    Hanna Johansen: "Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte"

    Datum:

    24.08.2018

    Ort:

    La Voirie, Brunngasse 1

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des 7. Berner Literaturfests (22.-26. August 2018) statt. Eintritt frei, Kollekte.

  • 22.02.2019, Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Lecture bilingue: Fanny Wobmann liest aus ihrem Roman «Nues dans un verre d'eau»

    Datum:

    22.02.2019

    Ort:

    Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    In der frisch eröffneten Buchhandlung Bostryche liest Fanny Wobmann aus ihrem zweiten Roman. Auftreten wird sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Lis Künzli, die »Am Meer dieses Licht« ins Deutsche übertragen hat. Moderiert wird die Lesung von Maria Magnin.

    «Tu m’écoutes t’expliquer tout ça sans bouger et tu dis « quelle garce, celle-là », le regard fixe, les doigts légèrement crispés, accrochés au drap. Alors j’éclate de rire. Tu es transparente, rabougrie, mais je ne me suis jamais sentie aussi proche de toi.» («Nues dans un verre d'eau», Flammarion 2017)

    «Du hörst mir schweigend zu, als ich dir als das erzähle, und dann sagst du «was für ein Miststück», mit starrem Blick, die Finger leicht verkrampft ans Laken geklammert. Ich breche in Lachen aus. Du bist durchsichtig, verhutzelt, aber noch nie habe ich mich dir so nah gefühlt.» («Am Meer dieses Licht», Limmat 2018)

    Die französische Originalausgabe wurde mit dem Terra Nova Literaturpreis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet.

    « Nues dans un verre d'eau » de Fanny Wobmann (Flammarion) a été sélectionné parmi plus de 60 livres par le jury du Prix du public RTS 2018.


    Fanny Wobmann
    est née à La Chaux-de-Fonds en1984. Après des études de sociologie, d’ethnologie et de muséologie, en parallèle à une formation théâtrale, elle accomplit différents mandats dans le domaine de la culture. Elle fait partie du collectif d’auteurs Ajar et de la compagnie de théâtre Princesse Léopold. « Nues dans un verre d’eau » est son deuxième roman.
     
    Lis Künzli
    geboren in Willisau, studierte Germanistik und Philosophie in Berlin und lebt heute in Toulouse. Die Übersetzerin von Amin Maalouf, Atiq Rahimi, Camille Laurens, Pierre Bayard, Pascale Hugues, Marivaux, S. Corinna Bille u. a. wurde 2009 mit dem Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
     
    Maria Magnin, Moderation
    Doktorandin, Spezialistin für deutsche Gegenwartsliteratur, Universität Lausanne /
    doctorante, spécialiste de la littérature allemande contemporaine, Université de Lausanne

  • 28.02.2020, Bostryche Librairie Zentralstrasse 14 2502 Biel/Bienne

    Lecture bilingue: Julia Weber liest zusammen mit der Übersetzerin Raphaëlle Lacord aus «Immer ist alles schön» / «Tout est toujours beau»

    Datum:

    28.02.2020

    Ort:

    Bostryche Librairie Zentralstrasse 14 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    Anais liebt ihre Mutter, sie liebt ihren Bruder Bruno und insgeheim auch Peter aus der Schule. Die Mutter sagt, das Leben sei eine Wucht, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Das Tanzen, das sie liebt, ist zum Tanz an der Stange vor den Männern geworden. Es ist nicht einfach, so ein Leben zu leben, sagt die Mutter, darum will sie noch ein Glas. Anais und Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Außenwelt, die in Gestalt von Mutters Männern mit Haaren auf der Brust in der Küche steht. Oder in der Gestalt von Peter, der ihre Wohnung seltsam findet und nichts anfangen kann mit den tausend, auf der Straße zusammengesammelten Dingen. In Gestalt eines Mannes vom Jugendamt, der viele Fragen stellt, sich Notizen macht, der Anais und Bruno betrachtet wie zu erforschendes Material, und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Je mehr diese Außenwelt in ihre eigene eindringt, desto mehr ziehen sich die Kinder in ihre Fantasie zurück.

    «Immer ist alles schön» ist ein komisch-trauriger Roman, der mit leisem Humor eine eindrückliche Geschichte erzählt: von scheiternder Lebensfreude in einer geordneten Welt und davon, wie zwei Kinder versuchen, ihre eigene Logik dagegenzusetzen. Mit Anais und Bruno fügt Julia Weber der Literatur ein zutiefst berührendes Geschwisterpaar hinzu.

    Julia Weber und ihre Übersetzerin Raphaëlle Lacord sind mit "Immer ist alles schön" und der französischen Übersetzung "Tout est toujours beau" bei der Literarischen Biel zu Gast. Moderiert wird der Anlass von Maria Magnin. 

    Eintritt: 20 CHF (Normalpreis) / 15 CHF (Mitglieder der Literarischen / AHV) / 5 CHF (in Ausbildung)

     

    «Manchmal denke ich, dass Mutter zu groß, zu blond und zu lebendig ist, dann tut es mir leid. Manchmal wünsche ich mir eine Mutter mit mattem Haar, zerknitterter Schürze, sanften, müden Augen. Manchmal vermisse ich Mutter, obwohl sie da ist, und manchmal habe ich das Gefühl, sie sitzt in mir drin.»

    Limmat 2017

     
    «Parfois je pense que mère est trop grande, trop blonde et trop vivante, puis je mʼen veux. Parfois je rêve dʼune mère aux cheveux ternes, au tablier froissé, aux yeux doux et fatigués. Parfois mère me manque même quand elle est là, et parfois jʼai le sentiment quʼelle est à lʼintérieur de moi.»
     LʼAire 2019

  • 30.11.2019, Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «Willkommen im Tal der Tränen» – die Kunst der Reduktion auf das Essentielle

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    14.00

    Beginn:

    14.30

    Änderungshinweis: Noëmi Lerch kann aus familiären Gründen nicht persönlich anwesend sein. Sie wird aber vertreten durch Ursi Anna Aeschbacher, der Verlegerin des Verlags die Brotsuppe, bei dem der Roman erschienen ist.

    Ein Mann verlässt sein Dorf am Meer. Auf einer Alp in der Schweiz hat er Arbeit gefunden. Tuinar, sagen die anderen zu ihm. Der Mann für alles. Die anderen, das sind Zoppo und der Lombard. Sie weihen den Tuinar in ihre Welt ein, in ihre Sprache der Arbeit. 

    Romantisch ist das Alpleben nur für Touristen. Der Tuinar ist stolz, einer der drei wahren Hüter des eigensinnigen Lebens am Rande der weiten Ebene zu sein. Die weite Ebene, das ist ihre Kirche. Einen Sommer lang folgen sie ihren Rindern auf unsichtbaren Wegen, entlang einer scheinbar äusseren und einer unscheinbar inneren Logik der Erde. 

    Doch die weite Ebene hat ihre eigenen Gesetze. Sie ist Geheimnis und Gefahr zugleich. Je tiefer die drei Männer in ihre Stille vordringen, umso weiter und unwegsamer wird sie. Die Sprache als Mittel der Verständigung droht verlorenzugehen.

    Wie als Alternative zum gesprochenen (oder eben: nichtausgesprochenen) Wort erscheinen dabei die kunstvollen Grafiken der Künstlerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann,  die jeder geschriebenen Seite eine bebilderte gegenüberstellen. 

    Nach Biel eingeladen haben wir nicht nur die Autorin Noëmi Lerch, sondern auch die beiden Grafikerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann, die dazu beigetragen haben, den Roman zu einem Erlebnis für Ohr und Auge zu machen.  Im Gespräch begeben wir uns mit den Künstlerinnen auf die Alp mit ihren eigenen Gesetzen und fragen nach, wie - mit Wort und Text - dargestellt wird, was nicht ausgedrückt werden kann.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Noëmi Lerch, geboren 1987 in Baden, hat in Biel Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft in Lausanne studiert. Sie lebt auf einem Hof in Aquila und arbeitet als Hirtin und Schriftstellerin. Ihr dritter Roman «Willkommen im Tal der Tränen» (2019) spielt auf einer Alp und wurde vom Künstlerinnenduo Walter Wolff bebildert.

    Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann bilden zusammen das Duo Walter Wolff, das 2010 gegründet wurde. Beide sind 1990 in Baden geboren und leben derzeit in Nussbaumen. Sie haben Visuelle Kommunikation in Basel studiert und arbeiten heute – nicht nur als Duo – an diversen Projekten als Tätowiererinnen und als Grafikerinnen. 

  • 05.06.2019, Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Soirée Spoken Word bilingue

    Datum:

    05.06.2019

    Ort:

    Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    Boissier und Meister gehören beide zum mehrsprachigen Spoken-Word-Ensemble «Bern ist überall» und stehen immer wieder gemeinsam auf der Bühne. Nun erschienen in der edition spoken script zeitgleich ihre neuen Bücher.

    «Safari» von Laurence Boissier enthält gesammelte Spoken-Word-Texte und erscheint als zweisprachige Ausgabe in Französisch mit Berndeutscher Übersetzung. Gerhard Meisters Textsammlung «Mau öppis ohni Bombe» versammelt ebenfalls kürzere und längere Bühnentexte in Berndeutsch, die in den letzten Jahren entstanden sind.

    Der Blick für die Poesie des Alltäglichen und ein lakonischer, unaufdringlicher Humor verbindet die Texte von Gerhard Meister und Laurence Boissier – auf der Bühne lesen sie nebst ihren eigenen Texten auch die übersetzten Texte des anderen. Ein rundum zweisprachiger Spoken-Word-Abend!

    «Ja, u i ha no es paar gmacht vo dene Gümp u bi när so chli dagschtange u ha dr schwarz Himmu gseh u die blaui Chugele zmitts drin, d Ärde oder, u ha dänkt, warum nid Aschtronaut, es git sicher Schlimmers.»
    Gerhard Meister: Mau öppis ohni Bombe


    «Aujourdʼhui tout le monde a dix ans de moins. Dix ans de moins autour du Mont-Blanc. Dix ans de moins dans les aéroports. Dix ans de moins au cours de zumba. Si tu nʼas pas dix ans de moins, ça te fait tout de suite dix ans de plus.»
    Laurence Boissier: Safari

    Zu den AutorInnen: 

    Laurence Boissier: Geboren 1965, lebt als Autorin in Genf. Sie ist Mitglied des Spoken-Word-Kollektivs "Bern ist überall". 2011 erschien "Cahier des charges" bei éditions d'autre part. Ihre Bücher im Verlag art&fiction wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit einem Schweizer Literaturpreis für "Inventaire des lieux" und 2018 mit dem Prix des lecteurs de la Ville de Lausanne und dem Prix Pittard de l'Andelyn für "Rentrée des classes".

    Gerhard Meister: Geboren 1967 im Emmental, lebt als freier Autor in Zürich. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Spoken-Word-Texte. Als Mitglied des Spoken-Word-Ensembles «Bern ist überall» hat Meister vier CDs bei Menschenversand veröffentlicht. Von 1996 bis 2003 war er zusammen mit Andres Lutz als Bühnenduo «Geholten Stühle» unterwegs. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Salzburger Stier und Literaturpreise von Stadt und Kanton Bern.

  • 15.03.2019, Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel

    »Die Hochhaus-springerin« - eine Text-Musik-Performance von Julia von Lucadou und Thom Nagy

    Datum:

    15.03.2019

    Ort:

    Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

     Die Welt in Julia von Lucadous Roman ist so gläsern wie der Schreibtisch im Chefbüro von »PsySolutions«: Als die Hochhausspringerin Riva, gefeierter Star dieses Hochrisikosports, plötzlich das Training verweigert, nimmt sich die Psychologin und Datenanalystin Hitomi des Falls an. Der Druck der Sponsoren, aber auch ihr eigener Ehrgeiz und die Angst vor dem Scheitern sind gross. Denn obwohl die Kameraaugen unablässig auf Riva gerichtet sind, entzieht sich diese je länger je mehr – und die Therapeutin droht, gemeinsam mit der Klientin abzustürzen. Im Literaturcafé verknüpfen Julia von Lucadou und der Basler DJ Thom Nagy diese beunruhigend vertraute Zukunftsvision zu einer klingenden Performance aus Musik und Text.
    Für ihren Debütroman ist Julia von Lucadou, die u.a. in Biel am Literaturinstitut studiert hat, jüngst mit einem der Schweizer Literaturpeise 2019 ausgezeichnet worden.

    „Ein strahlender Roman über die fürsorgliche Umzingelung, in die sich die ganze Welt verwandelt hat.“ Clemens Setz

  • 30.11.2019, Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «Vergiss dich nicht» – eine Graphic Novel über den tragikomischen Kosmos des Alters

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:


    Beginn:

    16.30

    Seit einigen Jahren lebt die Mutter von Lika Nüssli in einem Heim für demenzkranke Menschen. Als die Besuche immer schweigsamer werden, beginnt sie die Menschen um sie herum zu zeichnen. Die Künstlerin empfindet die vom Leben gezeichneten Körper als faszinierend und die Gespräche, Sätze, Worthülsen als herrlich absurd. Anfangs ist es ihr schwer gefallen, länger als nötig im Heim zu bleiben. Das hat sich mit dem Zeichnen geändert.

     Entstanden ist eine gezeichnete Erzählung über das Erinnern, das Vergessen und über den Migrationskosmos in Altersheimen. Es ist keine Reportage in klassischer Form, sondern vielmehr eine poetische Umsetzung der Seinszustände und eine Suche nach neuen Bildsprachen - eine, die wir zusammen im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin erkunden wollen. 

    Informationen über die Künstlerin:

    Lika Nüssli, geboren 1973, hat an der Luzerner Hochschule für Kunst + Design Illustration studiert. Sie zeichnet, malt, illustriert und performt als Grenzgängerin zwischen den Künsten. Dazu unterrichtet sie an der Schule für Gestaltung und der Talentschule in St. Gallen. 

  • 28.08.2020, Nebia poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    8. Berner Literaturfest - Anna Weidenholzer und Roland Reichen lesen aus ihren Texten

    Datum:

    28.08.2020

    Ort:

    Nebia poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    Wir feuen uns auf Lesung und Gespräch mit Anna Weidenholzer und Roland Reichen!

    Zu den Texten und den Autor*innen: 

    Anna Weidenholzer, geboren 1984 in Linz, hat Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Wroclwaw (Polen) studiert. Sie lebt als Autorin, Journalistin und Texterin in Wien.

    In einer wunderschönen, sorgfältig gewählten Sprache zieht sie die Lesenden in einen ganz eigenen Bann. Mit ihrem Roman «Weshalb die Herren Seesterne tragen» stand Anna Weidenholzer 2016 au der Longlist des Deutschen Buchpreises. «Finde einem Schwan ein Boot», ihr neuster Roman, ist eine Geschichte über Menschen, die das Pech gefunden haben. Die FAZ schreibt dazu: Wie die Autorin dem Mittelmass in zwei Mehrfamilienhäusern nachspürt, zwischen Schrankwänden und kleinen Fluchten, das enthält Hinweise auf gesellschaftspolitische Verschiebungen unserer Tage. Stark ist, wie realistisch Wiedenholzer ihr Personal anlegt, bis der Leser, die Leserin sogar ihre Träume für wirklich hält. Ein eigenwilliger, subtil witziger Text. 

    Roland Reichen, geboren 1974, kommt aus Spiez. In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, studierte er Deutsch und Geschichte an der Universität Bern. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der historisch-kritischen Jeremias-Gotthelf-Edition.

    Es gibt wenig Hoffnung in Reichens mit Dialektausdrücken gespickten Geschichten von Menschen am Rande der Gesellschaft, die stur und unbedarft in ihr Unglück taumeln und zu überleben versuchen - eine tief schweizerische Zumutung, die uns trotz aller Brutalität und Tragik oft leise schmunzeln lässt. Wie in den verangegangenen Büchern «aufgrochsen» und «Sundergrund» sind Reichens Figuren auch in seinem neuen Roman «Auf der Strecki», aus dem er lesen wird, unterprivilegiert, bevormundet ausgestossen; und hier wie da besteht die aufrührerische Geste der Literatur darin, den Figuren eine Stimme zu geben, und sei sie noch so holprig, noch so ungeschliffen, noch so unrecht.

    Wichtige Information: Das Schuztkonzept des Nebia poche sieht eine Maskenpflicht vor. Falls Sie selber keine haben, stellen wir Ihnen selbstverständlich eine zur Verfügung. 

     

  • 01.12.2019, Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «Hilda et la princesse» – Kindermatinée mit Zeichen-Workshop

    Datum:

    01.12.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    10.30

    Beginn:

    11.00

    Zusammen mit dem jungen Publikum erzählt und zeichnet Eva Rust aus ihrem neu erschienenen Kinderbuch «Hilda et la princesse». Die fröhliche und furchtlose jungen Hexe Hilda verjagt normalerweise alle Eindringlinge, die es wagen, in ihren Wald zu kommen. Als im benachbarten Turm plötzlich eine Prinzessin auftaucht, ist es aber vorbei mit der Idylle: Die Prinzessin singt den ganzen Tag zuckersüsse Liebeslieder, und wartet, bis sie von einem Prinzen gerettet wird. Das geht Hilda gehörig auf die Nerven. Sie muss dringend etwas unternehmen!

    Der Workshop richtet sich an junge Menschen zwischen 5 und 10 Jahren und findet auf Deutsch statt. Kinder bezahlen 10 CHF, Begleitpersonen sind gratis - die Suppe im Anschluss ist inbegriffen. Hinweis: Aufgrund der beschränkten Anzahl Plätze wird eine Reservation empfohlen.

    Information zu der Künstlerin: 

    Eva Rust hat wissenschaftliche Illustration studiert und ist seither freischaffende, nicht mehr ganz so wissenschaftliche Illustratorin. Sie lässt sich in ihrer Arbeit aber immer noch gerne von der Tier- und Pflanzenwelt inspirieren. Neben der Illustration unterrichtet sie Zeichnen an der Schule für Gestaltung Bern und Biel, ist manchmal auch als Textildesignerin tätig und hat an diversen Animationsfilmen mitgearbeitet.

  • 26.09.2018, Farelhaus, Oberer Quai 12
    20.10.2019, Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne

    Bieler Buchvernissage FLÜCHTIGES ZUHAUSE von Rolf Hermann feat. Mathias Schenk

    Datum:

    26.09.2018

    Ort:

    Farelhaus, Oberer Quai 12

    Türöffnung:

    18.30

    Beginn:

    19.00

    Mit dem Erzählband FLÜCHTIGES ZUHAUSE blickt Rolf Hermann auf Kindheits- und Jugendjahre in einem Tal zurück, um das himmelhoch die Berge stehen. Mit Wärme und Feingespür, in einer bildstarken, präzisen Sprache entfaltet er die Lebenswelt dreier Generationen im Wandel der Zeit. Er erzählt von stillen Sehnsüchten und leisen Abschieden. Und von der Tätigkeit, die den Dingen und Menschen, die man liebt, Dauer verleiht: dem Schreiben.

    »Eine Kuh namens Manhattan« - das Trio Chäslädeli spielt auf zur Buchtaufe

    Datum:

    20.10.2019

    Ort:

    Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    17.30

    Beginn:

    18.00

    Die drei Verehrer des zähen Käsefadens schnetzeln ihre neuste Mischung ins Caquelon. Mit einem untrüglichen Gespür für die absurden Abgründe unseres Daseins erzählt der Ex-Schafhirt und Rindvieh-Melker Rolf Hermann seine haarsträubenden Geschichten, in denen die Kühe Manhattan und die Schafe Sarah Jessica heissen und ein müder Büroangestellter sich manchmal wünscht als Teppich wiedergeboren zu werden. Der Spiritus-Kollegium-Flüchtling und Mozzarella-Fantast Oli Hartung spielt und fiept mit schmelzendem Kiefer. Der Hobby-Jura-Kraxler und Pony-Senn Mathias Schenk jault und krault, bis jeder Kuh die Hörner im Looping wachsen.

    Hermann/Hartung/Schenk und ihr Chäslädeli wünschen allzeit: „Viel Knoblauch im Bauch!“

    Eine Co-Produktion von Lyceum-Club, Le Singe & die Literarische Biel

    Eintritt: 25 CHF  / 20 CHF

  • 26.04.2019, Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel/Bienne

    Lyrik und Lyrik

    Datum:

    26.04.2019

    Ort:

    Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    »Lyrik und« geht in die dritte Runde. Kombiniert wird Lyrik diesmal mit sich selber: Im Keller des Literaturcafés in Biel lassen Marnia Skalova und Levin Westermann ihre Gedichte miteinander ins Gespräch kommen, moderiert wird die Veranstaltung von Rolf Hermann. 

    »gelbes laub auf dem asphalt, die ersten blätter deutscher herbst? ещё бы. revolte gibt’s nur noch als papier-flugzeug oder aufkleber auf nacktem gerüst. schlendern den columbiadamm entlang hier war mal ein kz, wusstest du das? (...)« [Marina Skalova]

    »und die zeit macht einen sprung. die felder sind jetzt leer. nackte braune erde auf dem grund. urzustand, die exerzitien der krähen. und die blicke schweifen ab, denn da ist nichts, was sie hält (die welt ist kahl) und das auge braucht zum heil den horizont. (...)« [Levin Westermann]

    Zu den Personen:

    Levin Westermann, 1980 in Meerbusch geboren, studierte an der Hochschule der Künste Bern und lebt als freier Schriftsteller in Biel. »unbekannt verzogen«, sein Lyrikdebüt, veröffentlichte er 2012. 2014 erhielt er den Orphil-Debütpreis der Stadt Wiesbaden. 2017 erschien bei Matthes und Seitz der drei Gedichtzyklen umfassende Lyrikand »3511 Zwetajewa«. Im Herbst 2018 erhielt er von der Stadt Bern das Stipendium »Weiterschreiben« 

    Marina Skalova wurde 1988 in Moskau geboren und lebt in Genf. Sie ist in Frankreich und Deutschland aufgewachsen. Nach einem Master in Literatur und Philosophie zieht sie in die Schweiz, um an der Hochschule der Künste Bern zu studieren. Sie ist Literaturübersetzerin und Dramaturgin. Ihre Texte wurden in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz veröffentlicht, sowie im Radio. Für das zweisprachige Lyrikband Atemnot (souffle court) wurde sie mit dem Prix de la Vocation 2016 ausgezeichnet. Sie erhielt ebenfalls das Elmar-Tophoven Stipendium für Literaturübersetzer.

  • 29.11.2019, Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «Quand vos nuits se morcellent» - une lettre à Ferdinand Hodler

    Datum:

    29.11.2019

    Ort:

    Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    In einem persönlichen Brief an den großen Maler Ferdinand Hodler erzählt Daniel de Roulet von der Faszination, die er für die Gemälde dieses Künstlers hat, insbesondere für die berühmten Bilder seiner sterbenden Geliebten Valentine.

    Hodler war bereits ein erfolgreicher Künstler, als er der Pariserin Valentine Godé-Darel begegnete. Sie stand ihm Modell, sie verliebten sich, bekamen ein Kind. Dann erkrankte Valentine an Krebs. In mehreren hundert Bildern, Skizzen und Zeichnungen hielt der Maler das Leiden und Sterben seiner Geliebten fest. Ein in der Kunstgeschichte einzigartiges Ereignis und ein berührendes Denkmal für Valentine.

    Die Begegnung und die leidenschaftliche Liebe zu Valentine wurden entscheidend für Hodler. Sie war es, die ihn inspirierte und beeinflusste, durch sie fand er zu seiner späten Freiheit und schuf ein Werk, das universelle Gültigkeit hat. In eleganten Sätzen verteidigt Daniel de Roulet diese Liebe ebenso, wie er für den Maler eintritt gegen politische Vereinnahmungen und plakative feministische Kritik.

    Zum Gespräch eingeladen haben wir nicht nur Daniel de Roulet, sondern auch die Übersetzerin und Schriftstellerin Barbara Traber, die den Roman unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen hat. In einer zweisprachigen Diskussion mit Maria Magnin, Doktorandin in neuerer deutscher Literatur an der Universität Lausanne, sprechen sie zusammen über das Erzählen vom Malen, über das Schreiben und Übersetzen.

    Informationen zu den Autor*innen:

    Daniel de Roulet, geboren 1944 in Genf, arbeitete als Architekt und Informatiker. Er ist Autor zahlreicher Romane. «Quand vos nuits se morcellent» (2018) ist sein Brief an Ferdinand Hodler, in dem er von seiner Faszination für die Werke dieses Malers erzählt, vor allem für die Bilder von Hodlers sterbender Geliebten Valentine Godé-Darel.

    Barbara Traber, geboren 1943 in Thun, ist freie Autorin und Übersetzerin. Sie hat den Roman de Roulets unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen. Neben mehreren Romanen hat sie auch Lyrik publiziert sowie zahlreiche Mundart-Anthologien herausgegeben.

  • 30.11.2019, Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «50 Hertz» – eine musikalische Spoken-Word-Performance über Revolutionärinnen & andere Störenfriede

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:


    Beginn:

    20.00

    Schön ist, was stört: Das neue Werk von Fitzgerald & Rimini feiert Störenfriede und Störgeräusche, eine Harmonie der schönen Plagegeister – es rauscht, knarrt und pfeift in einmütig unangepasster Euphonie. Ein Hoch auf die Behelligung!

    Das 50-Hertz-Brummen des europäischen Stromnetzes bildet die Basis für eine Musik des scheinbar Missfallenden, für die Schönheit der Störung im Ohr. Und ebenso verhält es sich mit den Figuren auf dem neuen Album: Wild-West-Heldin Calamity Jane; Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im Weltraum; Auguste Wenzel, einer Märzgefallenen in Berlin 1848; Fräulein Rottenmeier, der Gouvernante aus dem Heidi-Roman oder dem Sexroboter Harmony. Ihnen setzen Fitzgerald & Rimini in hörspielartigen Monumentalminiaturen musikalisch-literarische Denkmäler, um gleich darauf wieder an ihnen zu rütteln und sie vom Sockel zu holen, denn Störung muss sein.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Fitzgerald & Rimini, das sind Ariane von Graffenried und Robert Aeberhard – ein Duo, das sich konsequent und kunstvoll auf der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance bewegt. Ariane von Graffenried, geboren 1978, ist Autorin und Spoken-Word-Performerin und lebt in Bern. Sie ist Mitglied der Autorengruppe «Bern ist überall», schreibt für die Bühne, fürs Radio, für Zeitungen und die Wissenschaft.

    Robert Aeberhard, geboren 1977, lebt und arbeitet als Musiker und Klangkünstler ebenfalls in Bern. Nebst live-Auftritten als Bassist mit Bands wie Trummer schreibt er Musik für Film und Fernsehen. «50 Hertz» (2019) ist das dritte gemeinsame Album.

  • 15.03.2019, Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel

    »Die Hochhaus-springerin« - eine Text-Musik-Performance von Julia von Lucadou und Thom Nagy

    Datum:

    15.03.2019

    Ort:

    Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

     Die Welt in Julia von Lucadous Roman ist so gläsern wie der Schreibtisch im Chefbüro von »PsySolutions«: Als die Hochhausspringerin Riva, gefeierter Star dieses Hochrisikosports, plötzlich das Training verweigert, nimmt sich die Psychologin und Datenanalystin Hitomi des Falls an. Der Druck der Sponsoren, aber auch ihr eigener Ehrgeiz und die Angst vor dem Scheitern sind gross. Denn obwohl die Kameraaugen unablässig auf Riva gerichtet sind, entzieht sich diese je länger je mehr – und die Therapeutin droht, gemeinsam mit der Klientin abzustürzen. Im Literaturcafé verknüpfen Julia von Lucadou und der Basler DJ Thom Nagy diese beunruhigend vertraute Zukunftsvision zu einer klingenden Performance aus Musik und Text.
    Für ihren Debütroman ist Julia von Lucadou, die u.a. in Biel am Literaturinstitut studiert hat, jüngst mit einem der Schweizer Literaturpeise 2019 ausgezeichnet worden.

    „Ein strahlender Roman über die fürsorgliche Umzingelung, in die sich die ganze Welt verwandelt hat.“ Clemens Setz

  • 07.12.2017, Farelhaus

    Anne Weber liest aus Kirio

    Datum:

    07.12.2017

    Ort:

    Farelhaus

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

  • 28.02.2020, Bostryche Librairie Zentralstrasse 14 2502 Biel/Bienne

    Lecture bilingue: Julia Weber liest zusammen mit der Übersetzerin Raphaëlle Lacord aus «Immer ist alles schön» / «Tout est toujours beau»

    Datum:

    28.02.2020

    Ort:

    Bostryche Librairie Zentralstrasse 14 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    Anais liebt ihre Mutter, sie liebt ihren Bruder Bruno und insgeheim auch Peter aus der Schule. Die Mutter sagt, das Leben sei eine Wucht, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Das Tanzen, das sie liebt, ist zum Tanz an der Stange vor den Männern geworden. Es ist nicht einfach, so ein Leben zu leben, sagt die Mutter, darum will sie noch ein Glas. Anais und Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Außenwelt, die in Gestalt von Mutters Männern mit Haaren auf der Brust in der Küche steht. Oder in der Gestalt von Peter, der ihre Wohnung seltsam findet und nichts anfangen kann mit den tausend, auf der Straße zusammengesammelten Dingen. In Gestalt eines Mannes vom Jugendamt, der viele Fragen stellt, sich Notizen macht, der Anais und Bruno betrachtet wie zu erforschendes Material, und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Je mehr diese Außenwelt in ihre eigene eindringt, desto mehr ziehen sich die Kinder in ihre Fantasie zurück.

    «Immer ist alles schön» ist ein komisch-trauriger Roman, der mit leisem Humor eine eindrückliche Geschichte erzählt: von scheiternder Lebensfreude in einer geordneten Welt und davon, wie zwei Kinder versuchen, ihre eigene Logik dagegenzusetzen. Mit Anais und Bruno fügt Julia Weber der Literatur ein zutiefst berührendes Geschwisterpaar hinzu.

    Julia Weber und ihre Übersetzerin Raphaëlle Lacord sind mit "Immer ist alles schön" und der französischen Übersetzung "Tout est toujours beau" bei der Literarischen Biel zu Gast. Moderiert wird der Anlass von Maria Magnin. 

    Eintritt: 20 CHF (Normalpreis) / 15 CHF (Mitglieder der Literarischen / AHV) / 5 CHF (in Ausbildung)

     

    «Manchmal denke ich, dass Mutter zu groß, zu blond und zu lebendig ist, dann tut es mir leid. Manchmal wünsche ich mir eine Mutter mit mattem Haar, zerknitterter Schürze, sanften, müden Augen. Manchmal vermisse ich Mutter, obwohl sie da ist, und manchmal habe ich das Gefühl, sie sitzt in mir drin.»

    Limmat 2017

     
    «Parfois je pense que mère est trop grande, trop blonde et trop vivante, puis je mʼen veux. Parfois je rêve dʼune mère aux cheveux ternes, au tablier froissé, aux yeux doux et fatigués. Parfois mère me manque même quand elle est là, et parfois jʼai le sentiment quʼelle est à lʼintérieur de moi.»
     LʼAire 2019

  • 28.08.2020, Nebia poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    8. Berner Literaturfest - Anna Weidenholzer und Roland Reichen lesen aus ihren Texten

    Datum:

    28.08.2020

    Ort:

    Nebia poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    Wir feuen uns auf Lesung und Gespräch mit Anna Weidenholzer und Roland Reichen!

    Zu den Texten und den Autor*innen: 

    Anna Weidenholzer, geboren 1984 in Linz, hat Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Wroclwaw (Polen) studiert. Sie lebt als Autorin, Journalistin und Texterin in Wien.

    In einer wunderschönen, sorgfältig gewählten Sprache zieht sie die Lesenden in einen ganz eigenen Bann. Mit ihrem Roman «Weshalb die Herren Seesterne tragen» stand Anna Weidenholzer 2016 au der Longlist des Deutschen Buchpreises. «Finde einem Schwan ein Boot», ihr neuster Roman, ist eine Geschichte über Menschen, die das Pech gefunden haben. Die FAZ schreibt dazu: Wie die Autorin dem Mittelmass in zwei Mehrfamilienhäusern nachspürt, zwischen Schrankwänden und kleinen Fluchten, das enthält Hinweise auf gesellschaftspolitische Verschiebungen unserer Tage. Stark ist, wie realistisch Wiedenholzer ihr Personal anlegt, bis der Leser, die Leserin sogar ihre Träume für wirklich hält. Ein eigenwilliger, subtil witziger Text. 

    Roland Reichen, geboren 1974, kommt aus Spiez. In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, studierte er Deutsch und Geschichte an der Universität Bern. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der historisch-kritischen Jeremias-Gotthelf-Edition.

    Es gibt wenig Hoffnung in Reichens mit Dialektausdrücken gespickten Geschichten von Menschen am Rande der Gesellschaft, die stur und unbedarft in ihr Unglück taumeln und zu überleben versuchen - eine tief schweizerische Zumutung, die uns trotz aller Brutalität und Tragik oft leise schmunzeln lässt. Wie in den verangegangenen Büchern «aufgrochsen» und «Sundergrund» sind Reichens Figuren auch in seinem neuen Roman «Auf der Strecki», aus dem er lesen wird, unterprivilegiert, bevormundet ausgestossen; und hier wie da besteht die aufrührerische Geste der Literatur darin, den Figuren eine Stimme zu geben, und sei sie noch so holprig, noch so ungeschliffen, noch so unrecht.

    Wichtige Information: Das Schuztkonzept des Nebia poche sieht eine Maskenpflicht vor. Falls Sie selber keine haben, stellen wir Ihnen selbstverständlich eine zur Verfügung. 

     

  • 26.04.2019, Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel/Bienne

    Lyrik und Lyrik

    Datum:

    26.04.2019

    Ort:

    Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    »Lyrik und« geht in die dritte Runde. Kombiniert wird Lyrik diesmal mit sich selber: Im Keller des Literaturcafés in Biel lassen Marnia Skalova und Levin Westermann ihre Gedichte miteinander ins Gespräch kommen, moderiert wird die Veranstaltung von Rolf Hermann. 

    »gelbes laub auf dem asphalt, die ersten blätter deutscher herbst? ещё бы. revolte gibt’s nur noch als papier-flugzeug oder aufkleber auf nacktem gerüst. schlendern den columbiadamm entlang hier war mal ein kz, wusstest du das? (...)« [Marina Skalova]

    »und die zeit macht einen sprung. die felder sind jetzt leer. nackte braune erde auf dem grund. urzustand, die exerzitien der krähen. und die blicke schweifen ab, denn da ist nichts, was sie hält (die welt ist kahl) und das auge braucht zum heil den horizont. (...)« [Levin Westermann]

    Zu den Personen:

    Levin Westermann, 1980 in Meerbusch geboren, studierte an der Hochschule der Künste Bern und lebt als freier Schriftsteller in Biel. »unbekannt verzogen«, sein Lyrikdebüt, veröffentlichte er 2012. 2014 erhielt er den Orphil-Debütpreis der Stadt Wiesbaden. 2017 erschien bei Matthes und Seitz der drei Gedichtzyklen umfassende Lyrikand »3511 Zwetajewa«. Im Herbst 2018 erhielt er von der Stadt Bern das Stipendium »Weiterschreiben« 

    Marina Skalova wurde 1988 in Moskau geboren und lebt in Genf. Sie ist in Frankreich und Deutschland aufgewachsen. Nach einem Master in Literatur und Philosophie zieht sie in die Schweiz, um an der Hochschule der Künste Bern zu studieren. Sie ist Literaturübersetzerin und Dramaturgin. Ihre Texte wurden in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz veröffentlicht, sowie im Radio. Für das zweisprachige Lyrikband Atemnot (souffle court) wurde sie mit dem Prix de la Vocation 2016 ausgezeichnet. Sie erhielt ebenfalls das Elmar-Tophoven Stipendium für Literaturübersetzer.

  • 22.02.2019, Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Lecture bilingue: Fanny Wobmann liest aus ihrem Roman «Nues dans un verre d'eau»

    Datum:

    22.02.2019

    Ort:

    Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    In der frisch eröffneten Buchhandlung Bostryche liest Fanny Wobmann aus ihrem zweiten Roman. Auftreten wird sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Lis Künzli, die »Am Meer dieses Licht« ins Deutsche übertragen hat. Moderiert wird die Lesung von Maria Magnin.

    «Tu m’écoutes t’expliquer tout ça sans bouger et tu dis « quelle garce, celle-là », le regard fixe, les doigts légèrement crispés, accrochés au drap. Alors j’éclate de rire. Tu es transparente, rabougrie, mais je ne me suis jamais sentie aussi proche de toi.» («Nues dans un verre d'eau», Flammarion 2017)

    «Du hörst mir schweigend zu, als ich dir als das erzähle, und dann sagst du «was für ein Miststück», mit starrem Blick, die Finger leicht verkrampft ans Laken geklammert. Ich breche in Lachen aus. Du bist durchsichtig, verhutzelt, aber noch nie habe ich mich dir so nah gefühlt.» («Am Meer dieses Licht», Limmat 2018)

    Die französische Originalausgabe wurde mit dem Terra Nova Literaturpreis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet.

    « Nues dans un verre d'eau » de Fanny Wobmann (Flammarion) a été sélectionné parmi plus de 60 livres par le jury du Prix du public RTS 2018.


    Fanny Wobmann
    est née à La Chaux-de-Fonds en1984. Après des études de sociologie, d’ethnologie et de muséologie, en parallèle à une formation théâtrale, elle accomplit différents mandats dans le domaine de la culture. Elle fait partie du collectif d’auteurs Ajar et de la compagnie de théâtre Princesse Léopold. « Nues dans un verre d’eau » est son deuxième roman.
     
    Lis Künzli
    geboren in Willisau, studierte Germanistik und Philosophie in Berlin und lebt heute in Toulouse. Die Übersetzerin von Amin Maalouf, Atiq Rahimi, Camille Laurens, Pierre Bayard, Pascale Hugues, Marivaux, S. Corinna Bille u. a. wurde 2009 mit dem Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
     
    Maria Magnin, Moderation
    Doktorandin, Spezialistin für deutsche Gegenwartsliteratur, Universität Lausanne /
    doctorante, spécialiste de la littérature allemande contemporaine, Université de Lausanne

  • 30.11.2019, Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Text & Bild: «Willkommen im Tal der Tränen» – die Kunst der Reduktion auf das Essentielle

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    14.00

    Beginn:

    14.30

    Änderungshinweis: Noëmi Lerch kann aus familiären Gründen nicht persönlich anwesend sein. Sie wird aber vertreten durch Ursi Anna Aeschbacher, der Verlegerin des Verlags die Brotsuppe, bei dem der Roman erschienen ist.

    Ein Mann verlässt sein Dorf am Meer. Auf einer Alp in der Schweiz hat er Arbeit gefunden. Tuinar, sagen die anderen zu ihm. Der Mann für alles. Die anderen, das sind Zoppo und der Lombard. Sie weihen den Tuinar in ihre Welt ein, in ihre Sprache der Arbeit. 

    Romantisch ist das Alpleben nur für Touristen. Der Tuinar ist stolz, einer der drei wahren Hüter des eigensinnigen Lebens am Rande der weiten Ebene zu sein. Die weite Ebene, das ist ihre Kirche. Einen Sommer lang folgen sie ihren Rindern auf unsichtbaren Wegen, entlang einer scheinbar äusseren und einer unscheinbar inneren Logik der Erde. 

    Doch die weite Ebene hat ihre eigenen Gesetze. Sie ist Geheimnis und Gefahr zugleich. Je tiefer die drei Männer in ihre Stille vordringen, umso weiter und unwegsamer wird sie. Die Sprache als Mittel der Verständigung droht verlorenzugehen.

    Wie als Alternative zum gesprochenen (oder eben: nichtausgesprochenen) Wort erscheinen dabei die kunstvollen Grafiken der Künstlerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann,  die jeder geschriebenen Seite eine bebilderte gegenüberstellen. 

    Nach Biel eingeladen haben wir nicht nur die Autorin Noëmi Lerch, sondern auch die beiden Grafikerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann, die dazu beigetragen haben, den Roman zu einem Erlebnis für Ohr und Auge zu machen.  Im Gespräch begeben wir uns mit den Künstlerinnen auf die Alp mit ihren eigenen Gesetzen und fragen nach, wie - mit Wort und Text - dargestellt wird, was nicht ausgedrückt werden kann.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Noëmi Lerch, geboren 1987 in Baden, hat in Biel Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft in Lausanne studiert. Sie lebt auf einem Hof in Aquila und arbeitet als Hirtin und Schriftstellerin. Ihr dritter Roman «Willkommen im Tal der Tränen» (2019) spielt auf einer Alp und wurde vom Künstlerinnenduo Walter Wolff bebildert.

    Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann bilden zusammen das Duo Walter Wolff, das 2010 gegründet wurde. Beide sind 1990 in Baden geboren und leben derzeit in Nussbaumen. Sie haben Visuelle Kommunikation in Basel studiert und arbeiten heute – nicht nur als Duo – an diversen Projekten als Tätowiererinnen und als Grafikerinnen. 

  • 31.01.2020, Librairie Bostryche, Zentralplatz 14, 2502 Biel/Bienne

    Ivna Žic liest aus ihrem Debütroman «Die Nachkommende»

    Datum:

    31.01.2020

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralplatz 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    Eine junge Frau reist in einem Zug von Paris nach Kroatien, wo wie jeden Sommer die Familie auf der Grossmutterinsel wartet. Sie denkt an den Mann, mit dem sie ein Jahr lang eine Beziehung führte, die nie wirklich anfangen konnte, als sich der tote Grossvater zu ihr setzt. Die zwei abwesend-anwesenden Männer werden zu ihren Begleitern auf einer Reise in die Vergangenheit und die Erinnerung.

    Ivna Žic erzählt vom Verlust von Heimat, der Suche nach ihr, den Verpflichtungen und Rufen einer Sippe, dem Wunsch, ein eigenständiges Leben zu führen, ungebunden und doch irgendwo zuhause zu sein, der Sehnsucht all jener, die sich nach inneren Bildern sehnen, die von der Gegenwart vergessen sind. Die Sehnsucht, sich nahe zu kommen und die Ernüchterung darüber, dass zum andern und gar zu sich selbst unüberwindbare Distanz bleibt.

    Die junge, 1986 in Zagreb geborene und in Zürich aufgewachsene Ivna Žic schrieb mit „Die Nachkommende“ einen Roman, der nicht in erster Linie eine Geschichte erzählen will. Ivna Žic erzählt Bilder, die sie aus Vergangenheit und Gegenwart mit sich trägt, Bilder, die mit dem Lesen zu Geschichten werden. 

    Dieser Roman ist ein grosses Kunststück im Kleinen. Es sind nur 160 Seiten, nach denen man weiss, dass die Schweizer Literatur ein neues grosses Talent hat.
    Für ihren Debütroman »Die Nachkommende« wurde Ivna Zic 2019 sowohl für den Österreichischen Buchpreis als auch für den Schweizer Buchpreis nominiert.

    «Einer malt nicht mehr, einer spielt nicht mehr Theater, eine andere spielt auch nicht mehr, und eine verliess das Land, stets um die gleiche Zeit herum, in diesem Alter, in dem mein Körper nun auch steckt, hat einer oder eine in dieser Grossvaterfamilie mit irgendetwas so sehr aufgehört, dass es nachklingt. Und ich bin kurz davor.
    Und diese Aufhörenden fragen: Schreibst du noch?
    Sie fragen: Wo lebst du eigentlich?
    Und sie fragen: Liebst du?
    Und sie fragen nicht mehr.»

    Die Nachkommende, Matthes&Seitz Berlin 2019

    Eintritt: 20 CHF / 15 CHF (AHV, Mitglieder der Literarischen) / 5 CHF (in Ausbildung)

  • Veranstaltung, Datum, Ort
    Autorin/Autor
    Dokumente
  • 8. Berner Literaturfest – «Die besondere Reise nach weit, weit weg», ein Schulhausroman der Klasse 3E OS Rittermatte

    28.08.2020 / Nebia Poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Klasse 3E OS , Hermann Rolf

    Datum:

    28.08.2020

    Ort:

    Nebia Poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    17.30

    Beginn:

    18.00

    Felix und Aisha gehen in Biel zur Schule. Sie kennen sich kaum, aber etwas verbindet sie: Bei beiden gibt es zuhause Probleme. Aishas Mutter hat Depressionen, sodass Aisha für ihre kleine Schwester die Mutterrolle übernehmen muss. Und Felix‘ Vater wird immer wieder gewalttätig. Als sie sich kennenlernen, wird ein Wunsch immer stärker: zusammen abhauen! Im Schullager im Jura ist es dann soweit. Ab durch die Mitte, kreuz und quer durch den Jura... Womöglich bis nach Frankreich! Wird ihnen die Flucht gelingen?

    Bieler Jugendliche der Oberstufe Rittermatte (Lehrerin: Julia Meyer) haben sich von Robert Walsers Eisenbahngeschichten und Grimms «Hänsel und Gretel» zu einer Fluchtgeschichte inspirieren lassen, frei nach dem Motto: Wo ein Zug ist, ist auch ein Weg... Gecoacht wurden sie bei der Schreibarbeit von einem literarischen Lötschberg- Grenzgänger, dem in Biel lebenden Walliser Autor Rolf Hermann.
    Der Bieler Schulhausroman ist Station 1 eines überregionalen Schreibprojekts mit den Haltestellen Delémont, Porrentruy, Morvillars und Endbahnhof Belfort. An all diesen Orten werden Jugendliche je einen Schulhausroman bzw. Roman d’école schreiben, der auch im Arc jurassien spielt. Betreut werden die Projekte von den Autor/innen Elisa Dusapin, Thomas Flahaut, Marie Houriet und Thomas Sandoz.

    Schulhausromane sind kollektive Erzählungen, die an Oberstufen entstehen. Geschrieben werden sie im Regelunterricht im Laufe einer mehrmonatigen Zusammenarbeit der jeweiligen Klasse mit einer Schriftstellerin oder eine Schriftsteller. Das Projekt wurde 2005 von Richard Reich und Gerda Wurzenberger in Zürich gegründet. Seit 2010 gibt es den «Roman d’école», seit 2017 ist das Projekt, mit Unterstützung des Bundesamts für Kultur (BAK), viersprachig. Weitere Projektstandorte gibt es in Deutschland und Österreich, jeweils in Kooperation mit den Literaturhäusern von Hamburg, Bremen, Niederösterreich, Vorarlberg und Kärnten. Die Schulhausroman- Bibliothek umfasst inzwischen gegen 300 Werke, die gegen hundert Autorinnen und Autoren begleitet haben.

    «Die besondere Reise nach weit, weit weg» ist Schulhausroman Nr. 124 und bereits der 5. Bieler Schulhausroman. 

  • 8. Berner Literaturfest - Anna Weidenholzer und Roland Reichen lesen aus ihren Texten

    28.08.2020 / Nebia poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Weidenholzer Anna , Reichen Roland

    Datum:

    28.08.2020

    Ort:

    Nebia poche, Obergasse 1, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    Wir feuen uns auf Lesung und Gespräch mit Anna Weidenholzer und Roland Reichen!

    Zu den Texten und den Autor*innen: 

    Anna Weidenholzer, geboren 1984 in Linz, hat Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Wroclwaw (Polen) studiert. Sie lebt als Autorin, Journalistin und Texterin in Wien.

    In einer wunderschönen, sorgfältig gewählten Sprache zieht sie die Lesenden in einen ganz eigenen Bann. Mit ihrem Roman «Weshalb die Herren Seesterne tragen» stand Anna Weidenholzer 2016 au der Longlist des Deutschen Buchpreises. «Finde einem Schwan ein Boot», ihr neuster Roman, ist eine Geschichte über Menschen, die das Pech gefunden haben. Die FAZ schreibt dazu: Wie die Autorin dem Mittelmass in zwei Mehrfamilienhäusern nachspürt, zwischen Schrankwänden und kleinen Fluchten, das enthält Hinweise auf gesellschaftspolitische Verschiebungen unserer Tage. Stark ist, wie realistisch Wiedenholzer ihr Personal anlegt, bis der Leser, die Leserin sogar ihre Träume für wirklich hält. Ein eigenwilliger, subtil witziger Text. 

    Roland Reichen, geboren 1974, kommt aus Spiez. In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, studierte er Deutsch und Geschichte an der Universität Bern. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der historisch-kritischen Jeremias-Gotthelf-Edition.

    Es gibt wenig Hoffnung in Reichens mit Dialektausdrücken gespickten Geschichten von Menschen am Rande der Gesellschaft, die stur und unbedarft in ihr Unglück taumeln und zu überleben versuchen - eine tief schweizerische Zumutung, die uns trotz aller Brutalität und Tragik oft leise schmunzeln lässt. Wie in den verangegangenen Büchern «aufgrochsen» und «Sundergrund» sind Reichens Figuren auch in seinem neuen Roman «Auf der Strecki», aus dem er lesen wird, unterprivilegiert, bevormundet ausgestossen; und hier wie da besteht die aufrührerische Geste der Literatur darin, den Figuren eine Stimme zu geben, und sei sie noch so holprig, noch so ungeschliffen, noch so unrecht.

    Wichtige Information: Das Schuztkonzept des Nebia poche sieht eine Maskenpflicht vor. Falls Sie selber keine haben, stellen wir Ihnen selbstverständlich eine zur Verfügung. 

     

  • Lecture bilingue: Julia Weber liest zusammen mit der Übersetzerin Raphaëlle Lacord aus «Immer ist alles schön» / «Tout est toujours beau»

    28.02.2020 / Bostryche Librairie Zentralstrasse 14 2502 Biel/Bienne

    Lacord Raphaëlle , Weber Julia

    Datum:

    28.02.2020

    Ort:

    Bostryche Librairie Zentralstrasse 14 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    Anais liebt ihre Mutter, sie liebt ihren Bruder Bruno und insgeheim auch Peter aus der Schule. Die Mutter sagt, das Leben sei eine Wucht, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Das Tanzen, das sie liebt, ist zum Tanz an der Stange vor den Männern geworden. Es ist nicht einfach, so ein Leben zu leben, sagt die Mutter, darum will sie noch ein Glas. Anais und Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Außenwelt, die in Gestalt von Mutters Männern mit Haaren auf der Brust in der Küche steht. Oder in der Gestalt von Peter, der ihre Wohnung seltsam findet und nichts anfangen kann mit den tausend, auf der Straße zusammengesammelten Dingen. In Gestalt eines Mannes vom Jugendamt, der viele Fragen stellt, sich Notizen macht, der Anais und Bruno betrachtet wie zu erforschendes Material, und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Je mehr diese Außenwelt in ihre eigene eindringt, desto mehr ziehen sich die Kinder in ihre Fantasie zurück.

    «Immer ist alles schön» ist ein komisch-trauriger Roman, der mit leisem Humor eine eindrückliche Geschichte erzählt: von scheiternder Lebensfreude in einer geordneten Welt und davon, wie zwei Kinder versuchen, ihre eigene Logik dagegenzusetzen. Mit Anais und Bruno fügt Julia Weber der Literatur ein zutiefst berührendes Geschwisterpaar hinzu.

    Julia Weber und ihre Übersetzerin Raphaëlle Lacord sind mit "Immer ist alles schön" und der französischen Übersetzung "Tout est toujours beau" bei der Literarischen Biel zu Gast. Moderiert wird der Anlass von Maria Magnin. 

    Eintritt: 20 CHF (Normalpreis) / 15 CHF (Mitglieder der Literarischen / AHV) / 5 CHF (in Ausbildung)

     

    «Manchmal denke ich, dass Mutter zu groß, zu blond und zu lebendig ist, dann tut es mir leid. Manchmal wünsche ich mir eine Mutter mit mattem Haar, zerknitterter Schürze, sanften, müden Augen. Manchmal vermisse ich Mutter, obwohl sie da ist, und manchmal habe ich das Gefühl, sie sitzt in mir drin.»

    Limmat 2017

     
    «Parfois je pense que mère est trop grande, trop blonde et trop vivante, puis je mʼen veux. Parfois je rêve dʼune mère aux cheveux ternes, au tablier froissé, aux yeux doux et fatigués. Parfois mère me manque même quand elle est là, et parfois jʼai le sentiment quʼelle est à lʼintérieur de moi.»
     LʼAire 2019

  • Ivna Žic liest aus ihrem Debütroman «Die Nachkommende»

    31.01.2020 / Librairie Bostryche, Zentralplatz 14, 2502 Biel/Bienne

    Žic Ivna

    Datum:

    31.01.2020

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralplatz 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    Eine junge Frau reist in einem Zug von Paris nach Kroatien, wo wie jeden Sommer die Familie auf der Grossmutterinsel wartet. Sie denkt an den Mann, mit dem sie ein Jahr lang eine Beziehung führte, die nie wirklich anfangen konnte, als sich der tote Grossvater zu ihr setzt. Die zwei abwesend-anwesenden Männer werden zu ihren Begleitern auf einer Reise in die Vergangenheit und die Erinnerung.

    Ivna Žic erzählt vom Verlust von Heimat, der Suche nach ihr, den Verpflichtungen und Rufen einer Sippe, dem Wunsch, ein eigenständiges Leben zu führen, ungebunden und doch irgendwo zuhause zu sein, der Sehnsucht all jener, die sich nach inneren Bildern sehnen, die von der Gegenwart vergessen sind. Die Sehnsucht, sich nahe zu kommen und die Ernüchterung darüber, dass zum andern und gar zu sich selbst unüberwindbare Distanz bleibt.

    Die junge, 1986 in Zagreb geborene und in Zürich aufgewachsene Ivna Žic schrieb mit „Die Nachkommende“ einen Roman, der nicht in erster Linie eine Geschichte erzählen will. Ivna Žic erzählt Bilder, die sie aus Vergangenheit und Gegenwart mit sich trägt, Bilder, die mit dem Lesen zu Geschichten werden. 

    Dieser Roman ist ein grosses Kunststück im Kleinen. Es sind nur 160 Seiten, nach denen man weiss, dass die Schweizer Literatur ein neues grosses Talent hat.
    Für ihren Debütroman »Die Nachkommende« wurde Ivna Zic 2019 sowohl für den Österreichischen Buchpreis als auch für den Schweizer Buchpreis nominiert.

    «Einer malt nicht mehr, einer spielt nicht mehr Theater, eine andere spielt auch nicht mehr, und eine verliess das Land, stets um die gleiche Zeit herum, in diesem Alter, in dem mein Körper nun auch steckt, hat einer oder eine in dieser Grossvaterfamilie mit irgendetwas so sehr aufgehört, dass es nachklingt. Und ich bin kurz davor.
    Und diese Aufhörenden fragen: Schreibst du noch?
    Sie fragen: Wo lebst du eigentlich?
    Und sie fragen: Liebst du?
    Und sie fragen nicht mehr.»

    Die Nachkommende, Matthes&Seitz Berlin 2019

    Eintritt: 20 CHF / 15 CHF (AHV, Mitglieder der Literarischen) / 5 CHF (in Ausbildung)

  • Text & Bild: «Hilda et la princesse» – Kindermatinée mit Zeichen-Workshop

    01.12.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Rust Eva

    Datum:

    01.12.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    10.30

    Beginn:

    11.00

    Zusammen mit dem jungen Publikum erzählt und zeichnet Eva Rust aus ihrem neu erschienenen Kinderbuch «Hilda et la princesse». Die fröhliche und furchtlose jungen Hexe Hilda verjagt normalerweise alle Eindringlinge, die es wagen, in ihren Wald zu kommen. Als im benachbarten Turm plötzlich eine Prinzessin auftaucht, ist es aber vorbei mit der Idylle: Die Prinzessin singt den ganzen Tag zuckersüsse Liebeslieder, und wartet, bis sie von einem Prinzen gerettet wird. Das geht Hilda gehörig auf die Nerven. Sie muss dringend etwas unternehmen!

    Der Workshop richtet sich an junge Menschen zwischen 5 und 10 Jahren und findet auf Deutsch statt. Kinder bezahlen 10 CHF, Begleitpersonen sind gratis - die Suppe im Anschluss ist inbegriffen. Hinweis: Aufgrund der beschränkten Anzahl Plätze wird eine Reservation empfohlen.

    Information zu der Künstlerin: 

    Eva Rust hat wissenschaftliche Illustration studiert und ist seither freischaffende, nicht mehr ganz so wissenschaftliche Illustratorin. Sie lässt sich in ihrer Arbeit aber immer noch gerne von der Tier- und Pflanzenwelt inspirieren. Neben der Illustration unterrichtet sie Zeichnen an der Schule für Gestaltung Bern und Biel, ist manchmal auch als Textildesignerin tätig und hat an diversen Animationsfilmen mitgearbeitet.

  • Text & Bild: «Willkommen im Tal der Tränen» – die Kunst der Reduktion auf das Essentielle

    30.11.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Lerch Noëmi , Wolff Walter

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    14.00

    Beginn:

    14.30

    Änderungshinweis: Noëmi Lerch kann aus familiären Gründen nicht persönlich anwesend sein. Sie wird aber vertreten durch Ursi Anna Aeschbacher, der Verlegerin des Verlags die Brotsuppe, bei dem der Roman erschienen ist.

    Ein Mann verlässt sein Dorf am Meer. Auf einer Alp in der Schweiz hat er Arbeit gefunden. Tuinar, sagen die anderen zu ihm. Der Mann für alles. Die anderen, das sind Zoppo und der Lombard. Sie weihen den Tuinar in ihre Welt ein, in ihre Sprache der Arbeit. 

    Romantisch ist das Alpleben nur für Touristen. Der Tuinar ist stolz, einer der drei wahren Hüter des eigensinnigen Lebens am Rande der weiten Ebene zu sein. Die weite Ebene, das ist ihre Kirche. Einen Sommer lang folgen sie ihren Rindern auf unsichtbaren Wegen, entlang einer scheinbar äusseren und einer unscheinbar inneren Logik der Erde. 

    Doch die weite Ebene hat ihre eigenen Gesetze. Sie ist Geheimnis und Gefahr zugleich. Je tiefer die drei Männer in ihre Stille vordringen, umso weiter und unwegsamer wird sie. Die Sprache als Mittel der Verständigung droht verlorenzugehen.

    Wie als Alternative zum gesprochenen (oder eben: nichtausgesprochenen) Wort erscheinen dabei die kunstvollen Grafiken der Künstlerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann,  die jeder geschriebenen Seite eine bebilderte gegenüberstellen. 

    Nach Biel eingeladen haben wir nicht nur die Autorin Noëmi Lerch, sondern auch die beiden Grafikerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann, die dazu beigetragen haben, den Roman zu einem Erlebnis für Ohr und Auge zu machen.  Im Gespräch begeben wir uns mit den Künstlerinnen auf die Alp mit ihren eigenen Gesetzen und fragen nach, wie - mit Wort und Text - dargestellt wird, was nicht ausgedrückt werden kann.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Noëmi Lerch, geboren 1987 in Baden, hat in Biel Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft in Lausanne studiert. Sie lebt auf einem Hof in Aquila und arbeitet als Hirtin und Schriftstellerin. Ihr dritter Roman «Willkommen im Tal der Tränen» (2019) spielt auf einer Alp und wurde vom Künstlerinnenduo Walter Wolff bebildert.

    Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann bilden zusammen das Duo Walter Wolff, das 2010 gegründet wurde. Beide sind 1990 in Baden geboren und leben derzeit in Nussbaumen. Sie haben Visuelle Kommunikation in Basel studiert und arbeiten heute – nicht nur als Duo – an diversen Projekten als Tätowiererinnen und als Grafikerinnen. 

  • Text & Bild: «Vergiss dich nicht» – eine Graphic Novel über den tragikomischen Kosmos des Alters

    30.11.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Nüssli Lika

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:


    Beginn:

    16.30

    Seit einigen Jahren lebt die Mutter von Lika Nüssli in einem Heim für demenzkranke Menschen. Als die Besuche immer schweigsamer werden, beginnt sie die Menschen um sie herum zu zeichnen. Die Künstlerin empfindet die vom Leben gezeichneten Körper als faszinierend und die Gespräche, Sätze, Worthülsen als herrlich absurd. Anfangs ist es ihr schwer gefallen, länger als nötig im Heim zu bleiben. Das hat sich mit dem Zeichnen geändert.

     Entstanden ist eine gezeichnete Erzählung über das Erinnern, das Vergessen und über den Migrationskosmos in Altersheimen. Es ist keine Reportage in klassischer Form, sondern vielmehr eine poetische Umsetzung der Seinszustände und eine Suche nach neuen Bildsprachen - eine, die wir zusammen im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin erkunden wollen. 

    Informationen über die Künstlerin:

    Lika Nüssli, geboren 1973, hat an der Luzerner Hochschule für Kunst + Design Illustration studiert. Sie zeichnet, malt, illustriert und performt als Grenzgängerin zwischen den Künsten. Dazu unterrichtet sie an der Schule für Gestaltung und der Talentschule in St. Gallen. 

  • Text & Bild: «50 Hertz» – eine musikalische Spoken-Word-Performance über Revolutionärinnen & andere Störenfriede

    30.11.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    von Graffenried Ariane , Aeberhard Robert

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:


    Beginn:

    20.00

    Schön ist, was stört: Das neue Werk von Fitzgerald & Rimini feiert Störenfriede und Störgeräusche, eine Harmonie der schönen Plagegeister – es rauscht, knarrt und pfeift in einmütig unangepasster Euphonie. Ein Hoch auf die Behelligung!

    Das 50-Hertz-Brummen des europäischen Stromnetzes bildet die Basis für eine Musik des scheinbar Missfallenden, für die Schönheit der Störung im Ohr. Und ebenso verhält es sich mit den Figuren auf dem neuen Album: Wild-West-Heldin Calamity Jane; Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im Weltraum; Auguste Wenzel, einer Märzgefallenen in Berlin 1848; Fräulein Rottenmeier, der Gouvernante aus dem Heidi-Roman oder dem Sexroboter Harmony. Ihnen setzen Fitzgerald & Rimini in hörspielartigen Monumentalminiaturen musikalisch-literarische Denkmäler, um gleich darauf wieder an ihnen zu rütteln und sie vom Sockel zu holen, denn Störung muss sein.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Fitzgerald & Rimini, das sind Ariane von Graffenried und Robert Aeberhard – ein Duo, das sich konsequent und kunstvoll auf der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance bewegt. Ariane von Graffenried, geboren 1978, ist Autorin und Spoken-Word-Performerin und lebt in Bern. Sie ist Mitglied der Autorengruppe «Bern ist überall», schreibt für die Bühne, fürs Radio, für Zeitungen und die Wissenschaft.

    Robert Aeberhard, geboren 1977, lebt und arbeitet als Musiker und Klangkünstler ebenfalls in Bern. Nebst live-Auftritten als Bassist mit Bands wie Trummer schreibt er Musik für Film und Fernsehen. «50 Hertz» (2019) ist das dritte gemeinsame Album.

  • Text & Bild: «Quand vos nuits se morcellent» - une lettre à Ferdinand Hodler

    29.11.2019 / Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    De Roulet Daniel , Traber Barbara

    Datum:

    29.11.2019

    Ort:

    Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    In einem persönlichen Brief an den großen Maler Ferdinand Hodler erzählt Daniel de Roulet von der Faszination, die er für die Gemälde dieses Künstlers hat, insbesondere für die berühmten Bilder seiner sterbenden Geliebten Valentine.

    Hodler war bereits ein erfolgreicher Künstler, als er der Pariserin Valentine Godé-Darel begegnete. Sie stand ihm Modell, sie verliebten sich, bekamen ein Kind. Dann erkrankte Valentine an Krebs. In mehreren hundert Bildern, Skizzen und Zeichnungen hielt der Maler das Leiden und Sterben seiner Geliebten fest. Ein in der Kunstgeschichte einzigartiges Ereignis und ein berührendes Denkmal für Valentine.

    Die Begegnung und die leidenschaftliche Liebe zu Valentine wurden entscheidend für Hodler. Sie war es, die ihn inspirierte und beeinflusste, durch sie fand er zu seiner späten Freiheit und schuf ein Werk, das universelle Gültigkeit hat. In eleganten Sätzen verteidigt Daniel de Roulet diese Liebe ebenso, wie er für den Maler eintritt gegen politische Vereinnahmungen und plakative feministische Kritik.

    Zum Gespräch eingeladen haben wir nicht nur Daniel de Roulet, sondern auch die Übersetzerin und Schriftstellerin Barbara Traber, die den Roman unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen hat. In einer zweisprachigen Diskussion mit Maria Magnin, Doktorandin in neuerer deutscher Literatur an der Universität Lausanne, sprechen sie zusammen über das Erzählen vom Malen, über das Schreiben und Übersetzen.

    Informationen zu den Autor*innen:

    Daniel de Roulet, geboren 1944 in Genf, arbeitete als Architekt und Informatiker. Er ist Autor zahlreicher Romane. «Quand vos nuits se morcellent» (2018) ist sein Brief an Ferdinand Hodler, in dem er von seiner Faszination für die Werke dieses Malers erzählt, vor allem für die Bilder von Hodlers sterbender Geliebten Valentine Godé-Darel.

    Barbara Traber, geboren 1943 in Thun, ist freie Autorin und Übersetzerin. Sie hat den Roman de Roulets unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen. Neben mehreren Romanen hat sie auch Lyrik publiziert sowie zahlreiche Mundart-Anthologien herausgegeben.

  • »Eine Kuh namens Manhattan« - das Trio Chäslädeli spielt auf zur Buchtaufe

    20.10.2019 / Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne

    Hermann Rolf , Hartung Oli , Schenk Mathias

    Datum:

    20.10.2019

    Ort:

    Le Singe, Untergasse 21 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    17.30

    Beginn:

    18.00

    Die drei Verehrer des zähen Käsefadens schnetzeln ihre neuste Mischung ins Caquelon. Mit einem untrüglichen Gespür für die absurden Abgründe unseres Daseins erzählt der Ex-Schafhirt und Rindvieh-Melker Rolf Hermann seine haarsträubenden Geschichten, in denen die Kühe Manhattan und die Schafe Sarah Jessica heissen und ein müder Büroangestellter sich manchmal wünscht als Teppich wiedergeboren zu werden. Der Spiritus-Kollegium-Flüchtling und Mozzarella-Fantast Oli Hartung spielt und fiept mit schmelzendem Kiefer. Der Hobby-Jura-Kraxler und Pony-Senn Mathias Schenk jault und krault, bis jeder Kuh die Hörner im Looping wachsen.

    Hermann/Hartung/Schenk und ihr Chäslädeli wünschen allzeit: „Viel Knoblauch im Bauch!“

    Eine Co-Produktion von Lyceum-Club, Le Singe & die Literarische Biel

    Eintritt: 25 CHF  / 20 CHF

  • Soirée Spoken Word bilingue

    05.06.2019 / Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Meister Gerhard , Boissier Laurence

    Datum:

    05.06.2019

    Ort:

    Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    Boissier und Meister gehören beide zum mehrsprachigen Spoken-Word-Ensemble «Bern ist überall» und stehen immer wieder gemeinsam auf der Bühne. Nun erschienen in der edition spoken script zeitgleich ihre neuen Bücher.

    «Safari» von Laurence Boissier enthält gesammelte Spoken-Word-Texte und erscheint als zweisprachige Ausgabe in Französisch mit Berndeutscher Übersetzung. Gerhard Meisters Textsammlung «Mau öppis ohni Bombe» versammelt ebenfalls kürzere und längere Bühnentexte in Berndeutsch, die in den letzten Jahren entstanden sind.

    Der Blick für die Poesie des Alltäglichen und ein lakonischer, unaufdringlicher Humor verbindet die Texte von Gerhard Meister und Laurence Boissier – auf der Bühne lesen sie nebst ihren eigenen Texten auch die übersetzten Texte des anderen. Ein rundum zweisprachiger Spoken-Word-Abend!

    «Ja, u i ha no es paar gmacht vo dene Gümp u bi när so chli dagschtange u ha dr schwarz Himmu gseh u die blaui Chugele zmitts drin, d Ärde oder, u ha dänkt, warum nid Aschtronaut, es git sicher Schlimmers.»
    Gerhard Meister: Mau öppis ohni Bombe


    «Aujourdʼhui tout le monde a dix ans de moins. Dix ans de moins autour du Mont-Blanc. Dix ans de moins dans les aéroports. Dix ans de moins au cours de zumba. Si tu nʼas pas dix ans de moins, ça te fait tout de suite dix ans de plus.»
    Laurence Boissier: Safari

    Zu den AutorInnen: 

    Laurence Boissier: Geboren 1965, lebt als Autorin in Genf. Sie ist Mitglied des Spoken-Word-Kollektivs "Bern ist überall". 2011 erschien "Cahier des charges" bei éditions d'autre part. Ihre Bücher im Verlag art&fiction wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit einem Schweizer Literaturpreis für "Inventaire des lieux" und 2018 mit dem Prix des lecteurs de la Ville de Lausanne und dem Prix Pittard de l'Andelyn für "Rentrée des classes".

    Gerhard Meister: Geboren 1967 im Emmental, lebt als freier Autor in Zürich. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Spoken-Word-Texte. Als Mitglied des Spoken-Word-Ensembles «Bern ist überall» hat Meister vier CDs bei Menschenversand veröffentlicht. Von 1996 bis 2003 war er zusammen mit Andres Lutz als Bühnenduo «Geholten Stühle» unterwegs. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Salzburger Stier und Literaturpreise von Stadt und Kanton Bern.

  • Lyrik und Lyrik

    26.04.2019 / Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel/Bienne

    Skalova Marina , Westermann Levin

    Datum:

    26.04.2019

    Ort:

    Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    »Lyrik und« geht in die dritte Runde. Kombiniert wird Lyrik diesmal mit sich selber: Im Keller des Literaturcafés in Biel lassen Marnia Skalova und Levin Westermann ihre Gedichte miteinander ins Gespräch kommen, moderiert wird die Veranstaltung von Rolf Hermann. 

    »gelbes laub auf dem asphalt, die ersten blätter deutscher herbst? ещё бы. revolte gibt’s nur noch als papier-flugzeug oder aufkleber auf nacktem gerüst. schlendern den columbiadamm entlang hier war mal ein kz, wusstest du das? (...)« [Marina Skalova]

    »und die zeit macht einen sprung. die felder sind jetzt leer. nackte braune erde auf dem grund. urzustand, die exerzitien der krähen. und die blicke schweifen ab, denn da ist nichts, was sie hält (die welt ist kahl) und das auge braucht zum heil den horizont. (...)« [Levin Westermann]

    Zu den Personen:

    Levin Westermann, 1980 in Meerbusch geboren, studierte an der Hochschule der Künste Bern und lebt als freier Schriftsteller in Biel. »unbekannt verzogen«, sein Lyrikdebüt, veröffentlichte er 2012. 2014 erhielt er den Orphil-Debütpreis der Stadt Wiesbaden. 2017 erschien bei Matthes und Seitz der drei Gedichtzyklen umfassende Lyrikand »3511 Zwetajewa«. Im Herbst 2018 erhielt er von der Stadt Bern das Stipendium »Weiterschreiben« 

    Marina Skalova wurde 1988 in Moskau geboren und lebt in Genf. Sie ist in Frankreich und Deutschland aufgewachsen. Nach einem Master in Literatur und Philosophie zieht sie in die Schweiz, um an der Hochschule der Künste Bern zu studieren. Sie ist Literaturübersetzerin und Dramaturgin. Ihre Texte wurden in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz veröffentlicht, sowie im Radio. Für das zweisprachige Lyrikband Atemnot (souffle court) wurde sie mit dem Prix de la Vocation 2016 ausgezeichnet. Sie erhielt ebenfalls das Elmar-Tophoven Stipendium für Literaturübersetzer.

  • »Die Hochhaus-springerin« - eine Text-Musik-Performance von Julia von Lucadou und Thom Nagy

    15.03.2019 / Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel

    von Lucadou Julia , Nagy Thom

    Datum:

    15.03.2019

    Ort:

    Literaturcafé, Obergasse 11, 2502 Biel

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

     Die Welt in Julia von Lucadous Roman ist so gläsern wie der Schreibtisch im Chefbüro von »PsySolutions«: Als die Hochhausspringerin Riva, gefeierter Star dieses Hochrisikosports, plötzlich das Training verweigert, nimmt sich die Psychologin und Datenanalystin Hitomi des Falls an. Der Druck der Sponsoren, aber auch ihr eigener Ehrgeiz und die Angst vor dem Scheitern sind gross. Denn obwohl die Kameraaugen unablässig auf Riva gerichtet sind, entzieht sich diese je länger je mehr – und die Therapeutin droht, gemeinsam mit der Klientin abzustürzen. Im Literaturcafé verknüpfen Julia von Lucadou und der Basler DJ Thom Nagy diese beunruhigend vertraute Zukunftsvision zu einer klingenden Performance aus Musik und Text.
    Für ihren Debütroman ist Julia von Lucadou, die u.a. in Biel am Literaturinstitut studiert hat, jüngst mit einem der Schweizer Literaturpeise 2019 ausgezeichnet worden.

    „Ein strahlender Roman über die fürsorgliche Umzingelung, in die sich die ganze Welt verwandelt hat.“ Clemens Setz

  • Lecture bilingue: Fanny Wobmann liest aus ihrem Roman «Nues dans un verre d'eau»

    22.02.2019 / Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Wobmann Fanny , Künzli Lis

    Datum:

    22.02.2019

    Ort:

    Librairie «Bostryche» Bienne, Zentralstrasse 14 / am Brunnenplatz

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30

    In der frisch eröffneten Buchhandlung Bostryche liest Fanny Wobmann aus ihrem zweiten Roman. Auftreten wird sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Lis Künzli, die »Am Meer dieses Licht« ins Deutsche übertragen hat. Moderiert wird die Lesung von Maria Magnin.

    «Tu m’écoutes t’expliquer tout ça sans bouger et tu dis « quelle garce, celle-là », le regard fixe, les doigts légèrement crispés, accrochés au drap. Alors j’éclate de rire. Tu es transparente, rabougrie, mais je ne me suis jamais sentie aussi proche de toi.» («Nues dans un verre d'eau», Flammarion 2017)

    «Du hörst mir schweigend zu, als ich dir als das erzähle, und dann sagst du «was für ein Miststück», mit starrem Blick, die Finger leicht verkrampft ans Laken geklammert. Ich breche in Lachen aus. Du bist durchsichtig, verhutzelt, aber noch nie habe ich mich dir so nah gefühlt.» («Am Meer dieses Licht», Limmat 2018)

    Die französische Originalausgabe wurde mit dem Terra Nova Literaturpreis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet.

    « Nues dans un verre d'eau » de Fanny Wobmann (Flammarion) a été sélectionné parmi plus de 60 livres par le jury du Prix du public RTS 2018.


    Fanny Wobmann
    est née à La Chaux-de-Fonds en1984. Après des études de sociologie, d’ethnologie et de muséologie, en parallèle à une formation théâtrale, elle accomplit différents mandats dans le domaine de la culture. Elle fait partie du collectif d’auteurs Ajar et de la compagnie de théâtre Princesse Léopold. « Nues dans un verre d’eau » est son deuxième roman.
     
    Lis Künzli
    geboren in Willisau, studierte Germanistik und Philosophie in Berlin und lebt heute in Toulouse. Die Übersetzerin von Amin Maalouf, Atiq Rahimi, Camille Laurens, Pierre Bayard, Pascale Hugues, Marivaux, S. Corinna Bille u. a. wurde 2009 mit dem Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
     
    Maria Magnin, Moderation
    Doktorandin, Spezialistin für deutsche Gegenwartsliteratur, Universität Lausanne /
    doctorante, spécialiste de la littérature allemande contemporaine, Université de Lausanne

  • Irena Brežná liest aus »Wie ich auf die Welt kam«

    14.11.2018 / Théâtre Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel, Schweiz

    Brežná Irena

    Datum:

    14.11.2018

    Ort:

    Théâtre Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel, Schweiz

    Türöffnung:

    18.30

    Beginn:

    19.00

    »Denke, was du willst, aber sag es nicht.« Das mütterliche Verbot machte aus Irena Brežná eine Schreibende. Bis heute betrachtet die engagierte Autorin ihre Texte als ein »Aufbäumen gegen das Gebot des Schweigens und des Nichthandelns«.

    Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings flüchtete die Achtzehnjährige aus Bratislava in die Schweiz. Es war das Jahr 1968, für die junge Frau eine wichtige Weichenstellung. Im Exil fand sie bald Zuflucht in der neuen Sprache, entdeckte das kritische Denken. Die Teilnahme am öffentlichen Diskurs ließ sie sich fortan nie mehr verbieten, weder als Einwanderin noch als Frau. Vielmehr fand sie darin Identität und Haltung.

    Irena Brežná ist da zu Hause, wo sie schreiben kann. Davon zeugen die Essays und Reportagen in diesem Buch. Sie erzählen vom Roten Platz, wo der Dissident Viktor Fainberg sämtliche Zähne verlor, und von Friedrich Dürrenmatt, der so wohltuend kompromisslos war. Von der Männerwelt der russischen Mafia, tschetschenischen Friedensfrauen und dem Über- winden der Angst. Aber auch vom organisierten Widerstand gegen das Fällen einer Pappel in einem Basler Hinterhof.

    (Aus der Beschreibung des Rotpunktverlags)

  • Bieler Buchvernissage FLÜCHTIGES ZUHAUSE von Rolf Hermann feat. Mathias Schenk

    26.09.2018 / Farelhaus, Oberer Quai 12

    Hermann Rolf , Schenk Mathias

    Datum:

    26.09.2018

    Ort:

    Farelhaus, Oberer Quai 12

    Türöffnung:

    18.30

    Beginn:

    19.00

    Mit dem Erzählband FLÜCHTIGES ZUHAUSE blickt Rolf Hermann auf Kindheits- und Jugendjahre in einem Tal zurück, um das himmelhoch die Berge stehen. Mit Wärme und Feingespür, in einer bildstarken, präzisen Sprache entfaltet er die Lebenswelt dreier Generationen im Wandel der Zeit. Er erzählt von stillen Sehnsüchten und leisen Abschieden. Und von der Tätigkeit, die den Dingen und Menschen, die man liebt, Dauer verleiht: dem Schreiben.

  • Hanna Johansen: "Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte"

    24.08.2018 / La Voirie, Brunngasse 1

    Johansen Hanna

    Datum:

    24.08.2018

    Ort:

    La Voirie, Brunngasse 1

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des 7. Berner Literaturfests (22.-26. August 2018) statt. Eintritt frei, Kollekte.

  • Anne Weber liest aus Kirio

    07.12.2017 / Farelhaus

    Weber Anne

    Datum:

    07.12.2017

    Ort:

    Farelhaus

    Türöffnung:

    19.00

    Beginn:

    19.30